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Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
66
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66 I. Abtheilung. III. Kapitel.

§. 90.

Die Ausdunstung im leeren Raum ist immerein Stein des Anstoßes für die Hypothese gewesen, dieich untersuche; und man hat hier keinen andern Aus-weg gefunden, als anzunehmen, daß die Ausdünstungim leeren Raume, nicht einerley sey, mit der in derruft. Ich will mich hier nicht bey den verschiedenenMethoden aufhalten, wie man diesen Unterschied zu er-klären gesucht hat, denn mich dünkt, daß eine unnützeHypothese von selbst umfällt. Diese nun wird unnütz,wenn man nur statt der Lust das Feuer als Aufiö-sungsmittel des Wassers einschiebt. Wenn man nurüberlegt, daß in dem leeren Raum sowohl wie in derLuft, die Flüssigkeit, welche ausdünstet, sich erkaltet;daß sie sich in dem leeren Raum noch schneller erkaltet,weil hier die Ausdünstung geschwinder ist; so wird mankein Bedenken tragen, dem Feuer allein, ohne irgendeine mittelbare oder unmittelbare Dazwischenkunft derLuft, die Ursache jeder Verdünstling zuzuschreiben.

yl.

Hiedurch erklärt sich auch das vom Herrn von(Aaussüre angeführte Phänomen, das nach seiner Hy-pothcse, wie ich gezeigt habe, unerklarbar ist. Nachdieser Hypothese heist, einen Theil der Lukt, welche dieDünste auflost, wcgpumpcn, einen Theil der hygrosko-pischen Substanzen mit ihrem Antheil am Wasser, weg-nehmen; und also den ganzen Rest in demselben Gradeder Fcuchthcit zurücklassen. Wenn man nach meinemSystem aber, mit der Lust, einen Theil der Dampfe,dieses von der Luft verschiedenen ausdehnbaren Flui-dums, wegnimmt, so raubt man auch eine hygrosko-pische Substanz, nämlich das Feuer, mit ihrem An-theil