4g !. Abtheilung, lll. Kapitel.
endlich selbst überwältigte. Ich verwarf daher dasWasscrchcrmometer ,und nach hieraus gezvgcnenSchlüs-scn gab ich dem O.necksilbcrthermomccer den Verzug,weil im Verhältniß mit ihm alle andere Flüssigkeiten,durch dieselben Verminderungen der Wärme, abneh-mende Verdichtungen zeigten.
§. 64»
Wie ich mein erstes Hygrometer aus Elfenbeingemacht hatte, wollte ich, diesen Phänomenen bey denverschiedenen Thermometern gemäß, es auch mit andernSubstanzen versuchen, und ihre Gange vergleichen; umzu beurtheilen, ob die Feuchtheit auf die hygroskopi-schen Substanzen eben die Wirkungen hatte, wie dieWarme auf die Thermoskopischcn, und ob ich folg-lich mit dem Hygrometer dieselben Untersuchungen an-stellen müßte, wie ich mit dem Thermometer gethanhatte. Ich erdachte mir dazu ein Probier-Gestell, umdie wcitläuftige Arbeit, welche ich zu überstehen hatte,zu erleichtern; und ich machte erst eine große Menge vonVersuchen, um im allgemeinen die comparativen Gängeverschiedener Substanzen zu bestimmen.
H. 65.
Das erste wichtige Resultat dieser vorläufigen Ver-suche war, die untersuchten Substanzen in zwo sehr ver-schiedene Klassen abzutheilen.- die erste bestand aus Sub-stanzen, welche, der größten Feuchtheit ausgesezt, sichhier bis M einem festen Punkte verlängerten : die an-dere aus Substanzen, die in das Wasser getaucht, sichanfangs verlängerten und hernach verkürzten; oderdie sich sogar verkürzten, und so fortfuhren, wenn ichsie bey feuchtem Wetter eintauchte; ob sie gleich sich auchdurch Vermehrung der Trockenheit verkürzten, und
durch