4^ l. Abtheilung, lll. Kapitel.
§. 56.
Die zwote Eigenschaft des Hygrometers ist, daßes bestandig für dieselben Grade der Jst'llchtheit, ei-nerley zeige. In den Untersuchungen über die prakti-sche Hngromctrie, ist dies eine zu weitlauftige Materie,als daß ich sie hier anfangen könnte; ich will daher nuranführen, daß, nachdem ich es mit sehr vielen Substan-zen versucht habe, ick beym 'Hsthlch'M stehen gebliebenbin, weil es verschiedene vorzügliche Eigenschaften zudiesem Werkzeuge besizt. Ich gebrauche die Oberflächeder Fischdcinblatter, welche eine Art von sehr dichterRinde ist, und ich nehme sie in der Breite der Fasern.Ich habe es besonders wegen seiner Beständigkeit ge-wählt; denn es war die einzige Substanz, welche, nach-dem sie zur größten Aenchtheit gebracht wurde, immerbeständig wieder zu demselben Punkte kam, Ich hattenoch am Ende des vorigen Jahres Hygrometer aus die-ser Substanz, welche seit 5 Jahren gemacht waren, dieich, um sie anders einzurichten, aus einander gelegthabe, vorher aber zur äußersten Feuchtheit brachte,da sie dann auf den ersten festen Punkt kamen. Ich hatteauch das erste von meinen Hygrometern, wo ich den Punktder größten Trockenheit durch Kalk, vor etwa z Jah-ren bestimmte; und wie ich damit die Versuche wieder-holte, kam es wieder zu demselben Punkt. Auch meineneuen Hygrometer, deren Empfindlichkeit weit größer ist,habe ich oft dieselbe Probe aushalten lassen, und sie er-reichten immer wieder denselben Punkt. Diese Sub-stanz besizt also die Beständigkeit in einem solchen Gra-de, den ich nach allen Versuchen mit andern Körpern,nicht erwarten konnte.
§-57-