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Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
31
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Von der Hygrometrie.

§. 38.

Hr. von Saussure giebt in seinem Werke über dieHygrometrie, das voll interessanter Thatsachen undBemerkungen ist, die noch niemand gemacht hatte, eineBeschreibung eines Hygrometers, welches die Aufmerk-samkeit aller Physiker reizen mußte. Die Skale dessel-ben wird durch die äußerste Feuchtheit und Trocken-heit bestimmt. Wegen Einrichtung des Instrumentsschcuete sich aber Hr. von Saussure es ins Wasser zutauchen, und verwarf dies Mittel: er gebrauchte stattdessen die Feuchtheit. welche unter einer gläsernen Glockehervorgebracht wird, die über Wasser steht, und derenWände beständig benezt bleiben. Er glaubt, daß dieunter dieser Glocke hervorgebrachte Feuchthett bestän-dig und die äußerste sey.

§. 39-

Ich hatte Grund zu bezweifeln, daß man die äus-serste Feuchtheil auf eine andre Weise sicher finden könne,als durch wirkliches Wasser. Die Feuchtheit einesumgebenden Mittels, das auch in einem kleinern Raumemit Wasser umgeben ist, bleibt doch immer nur dieWirkung der wässerigten Dünste auf die hygroskopi-schen Substanzen , und diese Wirkung ist in vieler Rück-sicht verschieden. Hr. von Saussure glaubt, sie seybey jeder Temperatur beständig, und ich wußte ausvielen Phänomenen , daß sie gar sehr nach der Tempe-ratur abwechsle. Ich hatte sogar Veranlassung zu glau-ben, daß sie auch bey einer scheinbar beständigen Tempe-ratur nicht dieselbe seyn könne, wegen den verwickeltenUrsachen, die in verschlossenen Gefäßen wirken. Dieseswar ein Fehler, den ich bey dem Sanssurischcn Hy-grometer vermuthete; da ich es aber nicht flüchtig prü-fen