24 I. Abtheilung. II. Kapitel.
Das Wasser macht nicht mehr naß, noch erweicht es;erste Wirkung bringt es hervor, wenn es sich an die Kör-per hangt, lcztere, indem es sich mit ihnen verbindet;welches es nicht thun kann, wenn das Feuer dasselbe ein-genommen hat. Wenn aber die Dämpfe sich zersetzen;so wird das Wasser frey, und äußert beyde Wirkungen.
§. 26.
Die wasserscheu Dünste, welche sich zersetzen,können also befeuchten oder erweichen, aber die Zer-setzungen, welche diese besondern Wirkungen erzeugen,sind verschieden. Die erste bestimmt die Gesetze ihrerDichtigkeit, und diese habe ich im vorigen Kapitel er-klärt. Ein Theil der Dämpfe zcrsezt sich, wenn diemittlere Entfernung ihrer Thcilchen kleiner wird, alsdie Temperatur es erlaubt. Wenn also die Erkaltungmacht, daß sie über die Kleinste der, durch die neueTemperatur festgefeztcn Entfernung hinaus gehen; soverlassen einige Wasserthcilchcn ihre Feuertheilchen, ver-einigen sich wieder, und es pracipitirt sich ein entstande-nes Wasser, welches die Körper bcnczt.
§. 27.
Die zwote Ursache ihrer Zersetzung kann sie in allenihren Zustanden betreffen; und sie bringt die eigentlichso genannte Fcuchtheit (stumicilre) hervor. Das Was-ser hat Vcrwandschaft mit verschiedenen Substanzen, sowie mit dem Feuer; dieses sind die hygroskopischenSubstanzen, unter welche folglich das Feuer gerechnetwerden kann. Das einzige Gesetz dieser Verwund--schuft ist, daß das Wasser sich unter alle diese Substan-zen, wen» sie in demselben Orte sind, sich vertheilt, undzwar auf jede nach ihrer spezifischen Kraft dasselbe auf-zunehmen, welche durch die zur Sättigung der Substanz
nöthi-