Von der Hygrologie.
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nöthige Menge, bestimmt werden kann. Des leich-tern Ausdrucks wegen will ich dies Vermögen Kapaci-tät nennen. Auf folgende Art neu? zeigt sich dies Ge-setz in den hygroskopischen Phänomenen.
§. -8.
Wenn man aufs neue gelier in einen Raum bringt,der kein überflüssiges Wasser enthält, so beraubt es die hy-groskopischen Substanzen, die sich in diesem Raume be-finden, desselben, und vermindert dadurch die Feucht-hc'lt, oder die verhältnismäßige Menge, des hygro-skopisch verbundenen Wassers; dieselbe Verminderungfindet Statt, wenn man in diesen Raum eine andre hy-groskopische Substanz bringt, welche eine verhältnis-mäßige Menge Wasser befizt, die aber geringer ist, alsbey den schon vorhandenen Substanzen. Wenn mandagegen aufs neue Wasser, oder andre hygroskopischeSubstanzen, welche verhältnismäßig mehr Wasser be-sitzen, in den Raum bringt; so wird die Feuchtheit zu-nehmen : denn alle vorhandene Substanzen werden die-ses neue Wasser unter sich theilen. Die Fcnchlheitwird aus derselben Ursache in dem Raume zunehmen,wenn man Feuer entzieht; denn nun wird das von ihmverlassene Wasser, auf die andern Substanzen ver-theilt werden.
§- 29.
Die Verwandschaft des Wassers mit den hy-groskopischen Substanzen äußert sich nur in der Berüh-rung. Wenn also kein wirkliches Wasser in Berüh-rung mit diesen Substanzen ist, so geschieht seine Ver-rheilung durch Feuer. Die Feuerthcilchen, welchebeständig in Bewegung sind, entreißen das Wasser sol-chen Substanzen, die daran einen Ucbcrschuß haben,
B 5 und