20 I. Abtheilung. I. Kapitel. Von der Ursache
ekelten Dämpfe sich in einem verschlossenen Raum aus-dehnen , welcher mit ihnen immer einerlei) Temperaturhat. Wenn alsdann die Hitze zunimmt; so werden dievon der Oberfläche! abgerissenen Dämpfe, immer eine die-ser Zunahme gemäße Dichtigkeit annehmen, und alleinjedem Druck widerstehen können. Wenn man z. B.Wasser oben auf ein Barometer thut; so werden die,in der Temperatur der Luft erzeugten Dämpfe, dasQuecksilber um gewisse Grade fallen machen. Die Hrn.Lavoisier und de Iü Place fanden dies bei) dem tempe-rieren Grade um ^ Zoll. Hr. Watt, von dem ichbald reden werde, fand es nicht so groß, dies thutaberzu dem erzählten Phänomen nichts. Nach Verhältniß,wie man das Wasser und den von den Dampfen ein-genommenen Raum crhizt, drücken diese das Quecksil-ber immer mehr herab; wenn sie zu der Hitze des ko-chenden Wassers an dem Orte und in diesem Augenblicke,gebracht sind, so machen sie, daß das Quecksilber mitdem, in dem Behälter, gleich hoch steht, und tragenalso allein den Druck der Atmosphäre. Wenn die Röhrein einem tiefen Behälter steht, so drücken die noch stär-ker erhizten Dämpfe es mehr und mehr unter diesenStand, und entweichen am Ende. Man weiß auch, wasfür eine ausdehnende Kraft die Dämpfe in dem papi-nianifchcn ^sopfe erlangen können, und dennoch kochtdarin das Wasser nicht.
§. 2i.
Ich habe also die wässerigten Dünste in ihrenvorzüglichsten Modifikationen, welche durch die verschie-dene HVarme verursacht sind, verfolgt. Man hat da-bey immer dasselbe ausdehnbare Fluidum angetroffen,das durch Verbindung des Feuers mit dem Wasserentsteht; indem es alle mechanischen Eigenschaften der
luft-