der Ausdünstung und der wasserigten Dünste. 19
sich in ihm bilden, aufgehoben und bewegt; und ein stärke-res angebrachtes Feuer, hat keine weitere Wirkung alsdie Ausdünstung noch heftiger zu machen.
§. 19.
Hieraus erklart sich das besondre Phänomen, wel-ches Hr. Cavendish beobachtete, und zur Bestimmungdes Warmcpunkts des kochenden Wassers am Thermome-ter anwandte, daß nämlich „die Temperatur des Dam-pfes der aus dem siedenden Wasser aufsteigt, in einemGefäße, durch welches dieser Dampf nicht ohne sich zuzersetzen, streicht, beständiger sey, als der des Wassersselbst." In der That findet man am Thermometer, wennman es in daS Wasser taucht, kleine Schwingungen,welche daher rühren, daß dieDämpfe nicht augenblick-lich das Feuer, welches beständig in das Wasser dringt,wegnehmen. Man findet dergleichen Schwingungen nicht,wenn das Thermometer blos mit Dämpfen umgebenist, denn diese entstehen und entweichen, sobald die Hitzehinreichend ist, um sie zu bilden. Dies ist also gewißdas sicherste Mittel, den Wärmcpunkt des tvchcn-den Wassers am Thermometer, genau anzugeben,und da es zugleich das bequemste ist, sobald man densehr einfachen Apparat des Hr. Cavendish gebraucht: sorathe ich den Beobachtern sich diesen Apparat, dessen Be-schreibung sie in den philosophischen Transaetionen findenwerden, anzuschaffen, und jedesmal bey Verfertigungihrer Thermometer anzuwenden.
§. 20.
Das Wüsser kann auch ohne zu kochen, blosdurch seine Oberfläche Dämpfe hervorbringen, welcheeben so dicht sind, als beym kochenden Wusser unterdemselben Druck; es müssen aber alsdann die cntwi-
B » ekelten