der Ausdünstung und der wasterigten Dünste. 17
§. 16.
Dies ist der einzige Umstand, welcher die Däm-pfe des siedenden Wassers, von den gleichartigenDünsten in jedem andern Zustande unterscheidet; wennsie sich nämlich bilden: so sind sie immer im Stande,jeden Druck den das siedende Wasser leidet, zu er-tragen; welches von der Natur des Siedens selbstherrührt. Eine Flüssigkeit kocht unter jedem Druck nuralsdann erst, wenn die in dem Gefäße in Berührung desFeuers hervorgebrachten Dämpfe, einen solchen Gradder Dichtigkeit erlangen, daß sie die, mit einem Druckbelastete Flüssigkeit, in die Höhe heben können, und wennzugleich die Flüssigkeit einen solchen Grad der Warme hat,daß diese Dämpfe, ohne zerstört zu werden, durch siegehen können. So lange sie also den Grad derWärmebehalten, vermöge dem sie sich ohngeachtet des Drucksbilden konnten, so lange bleiben sie im Stande ihn zu er-tragen. Dieses widerfahrt ihnen zum Beyspiel in derDampfmascbiene sobald der Cylinder der sie auf-nimmt, den Grad der Hitze des kochenden Wassersangenommen hat; sobald sie aber in einen kälteren Raumkommen, zersetzen sie sich zum Theil, und es erhaltsichnur soviel, als bey dem Größten in dieser neuen Tem-peratur geschehen kann. Diese Zersetzung bildet den,über dem in freyer Luft kochenden Wasser, schwimmen-den Nebel; welcher hernach eine neue Verdunstungerleidet, deren nun ausdehnbares Produkt sich in diebenachbarten Gegenden zerstreuet.
§.
Obgleich das Wasser immer denselben Grad derHitze hat, wenn es unter demselben Drucke kocht; sokann es dennoch dabey mehr Hitze annehmen, als es intKochen beybehalten wird. Dies ereignet sich mit ihmDe l'ücs Meteorologie. B in