!2 l. Abtheilung. I. Kapitel. Von der Ursache
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Die Dichtigkeit, welche diese Dünste erlangen kön-nen, d. I). den Grad der Annäherung, den ihre Theil-chen, ohne sich zu zerstören, erreichen können, hat einGrößtes, das bey derselben Temperatur bestimmt ist,sich aber mit derselben sehr verändert, und bey einerheißern Temperatur viel größer ist. Jenseits diesemGrößten in der Dichtigkeit, oder dem Kleinsten in derEntfernung der Theilchen, zersetzen sie sich zum Theil,bis sie in diese Gränzen wieder zurück gegangen sind.
§- 9-
Die Ursache dieser besondern Zersetzung der Was-serdünfte liegt in der Neigung der Wastertheilchen,sich mit einander zu verbinden, wenn sie sich auf einegewisse Entfernung genähert haben. Diese wechselseitigeNeigung der Thcilchen, ist allen Flüssigkeiten eigen;und sie macht nebst einigem Zusammenhang der Theilchenin der Berührung das FlüsslgseyN (knguic-ire) aus.Sie zeigt sich auf eine merkwürdige Weise an dem Was-ser, durch die Phänomene desselben beym Thermometer,welche ich in meinen Untersuchungen über die Modi-fikationen der Atmosphäre beschrieben habe: so wieauch durch Vergleichung des Ganges der Wasser undD.uecksilberthcrmometer. Man sieht bey dem Wasser-thermomcter, daß das Feuer große Mühe habe, seineThcilchen von einander zu entfernen, wenn es im Begriffist, zu gefrieren, d. h. wenn die Theilchen einander sehrnahe sind; wenn es sie aber schon von einer größernMenge getrennt hat, es weit weniger Widerstand finde,sie noch mehr zu zerstreuen: dieses ist ein distinctivesMerkmal des Bestrebens nach Entfernung. Mansieht auch, durch Vergleichung des Ganges dieses Thör-in ome-