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chenzucht galt jetzt für das wirksamste StraftMittel. Zedermann, selbst der König, mußtesich derselben unterwerfen. Rcccared trugkein Bedenken, Kirchenbnße zu thun, undmehrere seiner Nachfolger warfen sich anbe-tend vor der Versammlung nieder, auswelcher der h. Geist sprach. Unterstand sichjemand, der Kirchenzucht zu widerstreben,so hielt man sich um so mehr berechtigt,den weltlichen Arm gegen ihn in Bewegungzu setzen. Da der König für die Versammlungder Reichsstandc eine so tiefe Hochachtungfühlte, so benutzten sie dieselben, von denschlauen Prälaten geleitet, die Gewalt derKönige immer mehr einzuschränken. Erstsetzte man fcst, daß jeder König des westgo-thischen Reiches gewählt, und daß seineWahl nicht eher, als nach dem Tode seinesVorgängers, vorgenommen werden sollte.Aber nicht nur die Wahl, sondern auch dieGewalt des Königes, wurde immer mehreingeschränkt. Der König durfte der Ver-sammlung der Stände nicht länger beywoh-nen, als bis er seine Propositionen überge-ben hatte. Zuletzt blieb ihm weiter nichts,als die vollziehende Gewalt. Ze geringerZ i 2 das