Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
438
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übrigens sehr streng gehalten. GuntramsBruder Chilperich hatte auch schon mehrereWeiber; dennoch scheute er sich nicht, umdie Hand der Gailesvinth, der Schwesterder Vrunchild, sich zu bemühen. Er machtesich, um sie zu erhalten, sogar verbindlich,seine übrigen Frauen zu entfernen. Aber erhielt sein Wort nicht, und die Gailcsvinthhatte das traurige Schicksal, der Eifersuchtder Frcdegunde, einer andern Bettgcn.ossinChilperichs, zu unterliegen, und erdrosseltzu werden. Dieß reihte die Schwester derGailesvinth, die Brunehild, zur Rache.Die Brüder fiengcn (575) mit einanderKrieg an. Chilperich unterlag, und schontrugen einige seiner vornehmsten Lehnsleutedem Siegbert die Krone an, und schon solltedie feyerliche Schilderhegung vor sich gehen,als Siegbert, von zwey Mördern der Fre-dcgunde durchbohrt, niedersank. Brune-hild und ihre Kinder kamen nun in die Ge-walt Chilperichs, und der Frcdegunde.

Den Prinzen Childcbcrt, der erst fünfJahre alt war, brachte ein treuer Herzoggeschwinde nach Metz, wo ihn die ostfran-

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