Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
434
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er den ältesten Prinzen von zehn Jahrenfflcich niederwirft, Nttd mit einem Messerdurchstößt. Auf das klägliche Geschrey des-selben stürzt sich sein siebenjähriger Brudervor seinem -Oheim Childebcrt nieder, umfaßrdessen Knie, und bittet ihn auf das slehcnd-licbste, ihn nicht zu todten. Childebert, derdadurch bis zu Thränen gerührt wird, bie-thet seinem Bruder für die Schonung desNeffen jede Summe, die er verlangen wür-de; allein der blutdürstige Chlotar drohetnun seinem Bruder selbst so schrecklich, daßdieser sich entschließt, den unglücklichenNeffen der Wuth seines Oheims zu überlas-sen, und Chlotar stößt nun das unschuldigeKind, eben so wie seinen ältern Bruder,nieder. Chlotar und Childebert theilten hier-auf Chlodemirs Land. Als Childebert (558)starb, ohne männliche Erben zu hinterlassen,behandelte Chlotar dessen Wittwe und Töch-ter eben nicht viel menschenfreundlicher, alsseine Neffen. Sie mußten, fast von allementblößt, aus dem Lande ziehen. Dafürkrankte ihn bald darauf der Verdruß, daßsein Sohn Chrann sich gegen ihn empörte.Aber Chrann vcrlohr ein Treffen, und ge-riech.