42r
Meynungen und Lehrsätze', auf welche sichihre kirchliche Macht gründete, sehr glücklichin Umlauf zu bringen. Der Apostel Petruswar, ihrer"Behaupkung nach, der vornehmsteunter den Asiostcln. Da er sich, der Sageuach, einige Zeit lang zu Rom aufgehaltenhatte, so schien es ganz ausser allen Zweifelgesetzt, daß er den Vorsteher der dasigcnchristlichen Gemeinde, den Episcopos, vor-gestellt habe. Der Apostel Petrus wurdedemnach für den ersten römischen Bischof ge-halten. Die Pabste, die auf feinem Stuhlezu sitzen glaubten, wollten auch gleich ihmdas Oberhaupt der christlichen Kirche vorstel-len. Dieses Recht maßte sich schon der rö-mische Oberbischof Julius I (st. Z52) aufeiner Kirchenversammlung zu Sardica an.Doch der Patriarch zu Constantinopel, der,als der geistliche Oberaufsehcr der damahli-grn kaiserlichen Residenzstadt, dem römischenden Rang streitig machte, nennte sich gleich-falls schon einen ökumenischen (allgemeinen)Bischof. Diesen Titel wollte ihm nun derrömische Pabst Gregor nicht gestatten, undals er seine Bemühungen, ihn davon abzu-halten, vereitelt sah, nennte er sich, mit
wohl-