388
Sobald also cm Besitzer desselben die Machtdes großen Staates, der sich vorn Mittel?meere bis zum Euphrat erstreckte, gehörigzu schätzen und zu brauchen wußte, so be-fand sich die Monarchie der Ostgothen ingroßer Gefahr. Diese Gefahr brach jetztherein. Der Kaiser Zeno, unter dem Theo-dcrich nach Italien zog, hatte (491) denAnastasius zum. Nachfolger, der den Wohl-stand des oströmischcn Staates wieder her-stellte, und einen Schatz von mehr als80 Millionen Thalern sammelte. Nach des-sen Tode (518) bestieg der alte Gardege-neral Justin, ein ehemaliger Bauerburscheeius Bulgarien, den schon Zeno, seiner aus-serordcntlichen Größe wegen, unter die Sol-daten der Leibwache aufgenommen hatte, denKaiserthron. Diejenigen, die ihn dabeyvorzüglich unterstützten, waren der Oberhof-nicister Amantius, und der Oberste der ost-gothischen Brigade, Vitalianus. Justinhieß seinen Neffen Uprauda, aus Bulgarienkommen, und erklärte ihn für seinen Sohn.Dieser hieß, seitdem Justininian, und alsJustin (727) sein Leben endigte, folgteihm der Neffe in der Regierung.
Justi-