Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
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Justinian glaubte seinen Eifer für diekatholische Kirche nicht nachdrücklicher bewei-sen zu können, als wenn er die Staatender arianischen Deutschen in Occidente zer-störte. Zuerst griff er das vandalische Reichin Afrika an, weil die durch Clima und Le-bensart, und durch einen langanhaltcndenFrieden weichlich und üppig gewordenen Van-dalen, keinen sehr entschlossenen Widerstandbefürchten ließen. Gciscrich, der Stifterdes Staates, der die Rechte seiner Unter-thanen durch Gesetze bestimmt, und die-Sicherheit derselben nicht allein durch einstehendes Heer, sondern auch durch Bünd-nisse, befestigt hatte, hinterließ die Regie-rung über dieselben seinem ältesten SohneHuncrich, der sich durch seine unbarmherzigeVerfolgung der Katholischen verhaßt machte.Nach zwey ältern Prinzen kam endlich (524)Hilderich, Huncrichs Sohn, zur Regierung,der durch seine Duldsamkeit die Ariancrkränkte, und die Katholischen doch nichtganz befriedigte. Um so eher gelang esseinem Vetter Eelimcr, ihn vom Thronezu stürzen. Seines Freundes Hilderich nahmsich nun Zustinian mit Vergnügen an, weil

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