Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
385
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Auch sein Schwiegervater, Symmachus, einehrwürdiger Greis, starb als ein Verbrecher.Doch bald fühlte Theoderich, in dessen Herzsich so viel Menschenliebe regte, das Grau-same seines Betragens. Das Bild seinerFreunde schwebte seiner zerrütteten Phantasiesehr lebhast vor. Es marterte ihn mit denschrecklichsten Empfindungen. Der Kopf ei-nes großen Fisches mit aufgesperrtem Na-chen, den er auf einer Abendtafel sah,schien ihm das Haupt des alten Symmachus,der die Zahne in die Unterlippe drückte, zuseyn. Zitternd an allen Gliedern, spranger von der Tafel auf, stürzte sich in seineKammer, und vcrbaxg sich unter einerschweren Last von Betten. Seinem Arzteerzählte er mit Thränen, wie grausam ergegen den Symmachus und Boethius verfah-ren war. Wenig Tage darauf starb er (526).Dies war das Ende des wahrhaft großenTheoderichs, der so herrliche Eigenschaftendes Geistes und des Körpers vereinigte:der mit einer besondern Achtung für Tugendund Rechtschassenheit, und mit einer nach-drucksvollcn Besonnenheit im Reden, undmit deutscher Sitteneinfalt, einen ansehnlichGalltttiWeltg. 5tTH. Bb und