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5 (1802)
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erworben hatte. Theoderich hatte nicht nurden Vater, sondern auch dessen beyde Sühnemit der Consulwürde geziert. Theoderichund Boethius standen in dem freundschaft-lichsten Verhältnisse. Wie wenig konntealso Boethius das traurige Schicksal ahn-den, das ihm sein Gönner zu Theil werdenließ! Einer von den Senatoren, NahmensAlbinus, war wegen einer Aeusserung, diesein Verlangen nach der Wiederherstellungder Freyheit verrieth, be» dem Theoderichangeklagt worden. Boethius entschuldigteihn durch das Geständnis, daß in Ansehungdieses Wunsches alle Mitglieder des Sena-tes mit ihm übereinstimmten. Da er nun,gleich den Albinus, von einigen vornehmenMannern, deren Ruf übrigens nicht unbe-scholten war, wegen eines vcrrätherisckenEinverständnisses mit dem Hofe zu Constan-tinopcl, angeklagt wurde: da man dieseAnklage durch falsche Briefe und Siegel zubekräftigen wußte; da ließ ihn Theoderich,alle Hochachtung und Freundschaft vergessend,zu Pavia in euren Thurm sperren, da wurdeer, unter schrecklichen Martern, die Theode-rich jedoch nicht befohlen haben soll, hingerichtet.

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