Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
383
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Unwillen darüber so hinreißen, daß er allenkatholischen Gottesdienst in seinem Reicheverboth, daß er den Obcrbischof einsperrenließ. Die Verhastnchmung überlebte Jo-hann nur wenig Tage, und, zu Theoderichsgroßem Acrgcr, bewiesen die katholischenChristen dem gestorbenen Oberbischofe diegrößte Ehrfurcht.

Thcoderich war gegen die katholischenBewohner Italiens nun einmahl mit Arg-,wohn erfüllt. Niemand aber reihte diesenArgwohn lebhafter, als die Mitglieder desrömischen Senats, der seiner politischenOhnmacht ungeachtet, die ehemalige Herr-schaft über die Welt noch immer nicht verges-sen konnte, und der auf die Wiederherstel-lung derselben noch immer mit einiger Zu-versicht rechnete. Unter die vornehmstenMänner im Senate aber gehörte Svmma-chus, und dessen Sohn Boethius, der zuAthen seine ausgezeichneten Fähigkeiten, durchdie Lehren des Plato und des Aristoteles,auf das feinste ausgebildet, der durch seinevortrefflichen Eigenschaften sich Theoderichsganze Hochachtung, und ganzes Zutrauen

erworben