Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
363
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dewig die listigste, die gewaltsamste Vcrfol-gung zuzuziehen. Siegbert, der Fürst derRipuarier, wurde von seinem eignen Sohne,den Chlodewig dazu beredet hatte, auf derJagd im Buchcnwaldc ermordet. Die frän-kischen Abgeordneten, welche Siegberts Schatzeabholten, tödteten nun auch den Mörderdes Vaters. Chararich, der Fürst der Ma-riner, mußte nebst seinen Söhnen in einKloster wandern. Da aber die jungen Prin-zen die Hoffnung äusserten, daß sie dareinstdoch zur Regierung gelangen könnten, so be-dachte sich Chlodewig nicht lange, sie nebstihrem Vater hinrichten zu lassen. Aber nichtserregt einen heftigern Abscheu, als Chlode-wig» Verfahren gegen den Nachnachar, derzu Cambray residirte. Er bestach die Kricgs-bcfthlshabcr desselben mit Schmuck vom fal-schem Golde so glücklich, daß sie ihrenHerrn in der Schlacht verließen. Als nunRachuachar gefesselt vor den Chlodewig ge-bracht wurde, machte er ihm erst bittereVorwürfe, daß er, als sein Verwandter,sich habe fesseln lassen, sodenn schlug er ihnmit eignen Handen nieder. Eben diesesSchicksal traf so viele andre Verwandte

Chlode-