Chlodwigs, daß er selbst einmahl darüberKlage führte, daß er gar keine Verwandtehabe. Vielleicht wollte er dadurch das Da-seyn derjenigen erfahren, die seiner habsüch-tigen Verfolgung bisher noch entgangen wa-ren. — Durch solche Mittel gründete Chlo-dcwig die frankische Monarchie, die sich vonden Pyrenäen bis an den Mayn erstreckte.Bey dem Besitze einer solchen Macht konntees ihm ziemlich gleichgültig seyn, ob deroströmische Kaiser seine schwachen Ansprücheauf den westlichen Theil des römischen Kai-serthums noch fortsetzte. Doch Anastasiusentsagte ihm (510) zu Gefallen allen kai-serlichen Ansprüchen auf die von den Fran-ken besetzten Länder, und legte ihm den Ti-tel eines Consuls und Patricius bey. Chlo-dcwig ritt nun in der Staatskleidung dersel-ben fcyerlich in die Kirche.
Hätte Chlodewig (511) einen einzigenNachfolger von seinem unternehmenden Geistegehabt, so würde die fränkische Monarchievielleicht über einen großen Theil von Europasich verbreitet haben. Aber jeder von Chlo-dwigs vier Söhnen machte auf einen An-theil