Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
10
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trieben Ackerbau; zuerst nur diejenigen, dieam Rhein und au der Donau wohnten, undauch diese ließen ihn durch ihre leibeigenenKnechte besorgen. Diese hatten mit den jetzi-gen Guthöbaucrn viele Aehnlichkeit. Siehatten ihre eigne Hütte, ihr eignes Haus-wesen, und sie waren es eigentlich, die ihreHerren ernährten, die sie mit Lebcnsmittelnund sogar mit Kleidungsstücken, versahen.Schlage oder andere Strafen wurden diesenLeibeigenen nur sehr selten zu Theil.

Die Herren, oder die freyen Leute, wa-ren in Ansehung ihres Vermögens, oder inAnsehung der Achtung, die sie von anderngenossen, verschieden. Manner, die als An-führer eine höhere Würde und mehr Gütherzu erwerben Gelegenheit hatten, erbten dieseWürde auf ihre Nachkommen fort. So bil-dete sich schon bey den alten Deutschen einmit besondern Vorrechten und Vorzügen ver-sehener Stand, ein Geburthsadcl. Der Edlehatte ein Gefolge, das aus Söhnen andrerEdlen bestand, das im Kriege seine Leibwa-che abgab. Es war sein größter Stolz, vonistcht vielen edlen und tapfern Jünglingen

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