Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
8
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stcus mit einer Gattin. Die Braut brachteihm gewöhnlich keine Mitgift. Von ihm er-hielt sie hingegen eine Morgcngnbc; einStück Rindvieh, einen Schild, einen Spics,ein Schwcrdt, weil sie die Gefährtin seinesLebens nicht nur im Frieden, sondern auchim Kriege, seyn sollte. Die Verletzung derehelichen Treue kam höchst selten vor. Trafaber das Weib ja das Unglück, von ihremManne in den Armen eines andern über-rascht zu werden, dann hatte der beleidigteMann das Recht, sie, in Gegenwart ihrernächsten Verwandten, nackend aus dem Hause,und durch das ganze Dorf, zu jagen. DasMädchen, daß sich den Reihen zur Sinnlich-keit zu sehr überlassen hatte, fand durchauskeine Verzeihung, und weder Schönheit nochVermögen konnten ihr zu einem Manne ver-helfen. Die Kindel; wuchsen, unter demVieh, in aller Freyheit und Sorglosigkeit,auf. Männer und Jünglinge der Deutschenkennten keinen angenehmern Zeitvertreib alsdie Jagd, als gemeinschaftliche Schmäuse,bey welchen jedes seinen besondern Tisch hatte.Das in großem Maße getrunkene Bier er-hitzte die Köpfe, und ein Wortwechsel gieng

sehr