Druckschrift 
20 (1808)
Entstehung
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ungezwungnes Betragen, aus welchem so vielMunterkeit, so viel Geneigtheit zum Wohl«thun., hervorblickte, gewann ihr alle Herzen.Aber diese liebenswürdigen Eigenschaften stau«den mit mancher ihnen verwandten Schwäche,mit Hang zu sinnlichen Vergnügungen undZerstreuungen, mit Leichtsinn und Unbeson-nenheit, in Verbindung. An einen üppigenund schwelgerischen Hof versetzt, .ließ sie sichvon den Genüssen desselben zu machtig hin-reisten, opferte sie der Spielsucht ungeheureSummen, widmete sie dem Schauspiel eineso gränzcnlose Liebe, daß sie zuweilen desAbends, nur von ihren Schwager Artois be-gleitet, nach Paris in das Theater fuhr,und erst spät in der Nacht zurückkehrte. Sounschuldig diese Abendparchicen auch seyNmochten, so wurden sie von ihren Feinden,vornehmlich von der Dubarry, und demHerzog von Orleans, doch benutzt, ihre Auf-führung dem schändlichsten Verdacht preiszu-geben. Doch ihre Sptelsncht, ihre Anhäng-lichkeit für Artois, ihre Verschwendung, er-regten selbst das Mißfallen ihres Gemahls.Noch stärker aber reihten sie den Unwillender Pariser, die, seit der langen Regierung

ihrer