Druckschrift 
17 (1806)
Entstehung
Seite
334
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neu, die Peters Vertrauen besaßen, ihm dieeheliche Treue seiner Gemahlin so verdächtiggemacht, daß die ehemahlige Zuneigung im-wer sichtbarer in Kaltsinn übcrgicng. Hierzutrug die zärtliche Ergebenheit, die Peterfür die junge Gräfin Woronzow, die Toch-tcr des Grvßkauzlers hegte, sehr viel bey.Da diese schöne Gräfin eine Schwester derFürstin Daschkow, der liebsten 'Vertrautender Katharina war, so benutzten ihre Feindediesen Umstand zum Beweise, daß Katharinaselbst das Licbcsvcrständniß ihres Gemahleseingeleitet habe, um vor den Vorwürfen des-selben gesichert zu seyn. So sehr daher Pe-ter dem Verstände und den Einsichten derKatharina seine Hochachtung nicht versagenkonnte, so begegnete er ihr doch meistens aufeine ziemlich achtungslose und unhöfliche Art.Dennoch bsgieng er die Unvorsichtigkeit, ihr,als Oberster, die Ofsiciere seines Regimentsvorzustellen, und sie, an der Spitze dessel-ben, mit dem Esponton zu begrüßen. Frey-lich that er dieß wohl hauptsächlich nur des-wegen, weil er so gern den Soldaten spielte.Wie er Kaiser geworden war, gieng seinWiderwille gegen seine Gemahlin immer wei-ter.