IL8
Dienst zu verlassen. Keiner bediente sichdieser Erlaubniß. Das Verlangen »ach einerSchlacht war fast allgemein; aber Laudonwich derselben geflissentlich ans. Um sowohlNeiße als Vreslau zu decken, und LandouSFortschritte zu hemmen, wählte Friedrich beyStrchlcn, zwischen Schweidnitz und der Oder,eine Stellung, wo ihn Laudon in ungestörttcr Nuhc ließ, weil ihn der Befehl des HoftkricgSrathcS auf die Vertheidigung, und dieWinterquartiere zwischen Schweidnih undBöhmen, einschränkte.
Der Wunsch, den großen Mann, denman mit offener Gewalt nicht zu unterdrük-kcn vermochte, auf eine hinterlistige Weifeaus der Welt zu schaffen, mochte zu Wienmanchem schon in den Kopf gekommen seyn.Zu der Nähe von Strehlen, wo Friedrichsein Hauptquartier hatte, lebte der Baronvon Warkotfch, ein fchlesischer Edelmann,der in seiner Jugend in östreichischen Kriegs-diensten gewesen war, von einem .Vermögenvon Zoo,czoo Thalern. Dieser genoß Frie-drichs Gunst so sehr, daß er ihn von allenKricgsabgaben befreyte, daß er ihn au sei-ner