22ch
uen zu vermehren. Er gestand den Fremden,die sich in seinem Lande niederließen, nichtnur wüste Plätze, sondern auch Bauholz undAbgaben - Frcpheit, zu. Schon vor der Auf-Hebung des Edictcs von Nantes schlugen vielevornehme Franzosen ihren Wohnsitz zu Ber-lin ans. Schon gab es zu Verlin eine fran-zösische Gemeinde von hundert Familien, diedrey Prediger hatte. Derjenige, dessen Nath-schlägen Friedrich Wilhelm, bcy der Aufnahmeder französischen Ncligionsflüchtlinge, vorzüg-lich folgte, war sein Obcrstallmeistcr, derGraf von Beauveau. Die Zahl dieser Leute,die sich in Friedrich Wilhelms Landern nie-derließen, belief sich auf 20,000. Unter ih-nen befanden sich viele geschickte und fleißigeManufakturisten; unter ihnen befanden sich,ausser dem berühmten Schömberg , der'" sichum Portugals Unabhängigkeit so verdientmachte, viele gute Ingenieurs, Artilleristenund andre Officiere, die an der vollkomm-ncrn Ausbildung des brandcnburgischen KriegS-staates einen wichtigen Antheil hatten, diedem Kurfürsten Gelegenheit gaben, ein Ca-detten-Corps zu stiften. Auch Wallonen ausden französischen Niederlanden, und Walden-
ser