2l8
ler, die ihn in seinen Fehlern noch bestärk-ten. Antonio und Johann Conti, die Söhneeines Krämers ans dem Genuesischen, warendiejenigen, die sein Vertrauen am meistenbesaßen. Als diese nun gewahr wurden, daßdie Mutter, durch eine Parthcy der Großennntcrstüht, ihren Liebling, den Don Pedro,auf den Thron zu bringen wünschte, gabensie (1665) dem Könige den Rath, sie vomHofe zu cntfcrucn. Ihr Anschn war abernoch so groß, daß Antonio, der gefahrlichsteder bcpden Brüder, verhaftet, und, nebsteinigen von seinen Freunden, nach Brasiliengeschickt wurde. Man rechtfertigte diesesVerfahren durch das Vorgeben, daß man dasallgemeine Beste, und die Ehrerbiethung fürden König, dabcy zur Absicht habe. Derschwache Alfons wußte den Unwillen, den erüber die Gewalt, die man sich angemaßthatte, empfand, so gut zu verbergen, daßseine Mutter dem Schicksale, die Theilnahmean der Regierung zu verlieren, endlich dochnicht ausweichen konnte. Der Graf vonCassel - Melhor, einer der einsichtsvollstenaber auch ehrgcitzigsten Portugiesen, der, anAntonio Couti's Stelle, des Alfons vornehm-ster