Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
219
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ster Nathgcbcr wurde, beredte denselben, dieRegierung selbst zu übernehmen, weil er als-denn sicher hoffen durste, den Regenten vonPortugal vorzustellen. Die Königin wolltezwar durchaus nicht weichen; allein Castel-Melhor nöthigte sie, mit Hülfe der Bürger-schaft von Lissabon, mit ihrem Sohne, demDon Pedro, sich in den Privatstand zu be-geben. Sie gicng in ein Kloster, wo siebald (1666 Febr.) ihr Leben beschloß. Schade,daß ihr männlicher Geist nicht das Erbihcilihres Sohnes Alfons geworden war.

Doch Castcl-Melhor, der Urheber ihrerEntfernung behauptete sich auch nicht lange.Seine despotische Staatsverwaltung machteihn bcp den Großen, und bey den Bürgernder Hauptstadt, so verhaßt, daß sie eineRegicrungsveranderung wünschten. IhreAufmerksamkeit lenkte sich jetzt immer mehrauf den Don Pedro hin. Aber auch für dieAufmerksamkeit der jungen Gemahlin desAlfons, einer Tochter des Herzogs von Ne-mours, war Don Pedro ein anziehender Ge-genstand. Diese fühlte sich bald überzeugt,daß er einen bessern Gemahl, als Alfons ab-geben