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geben müssen am jüngsten Tage vor dem NichterstuhleChristi, daß Sie einem Bußfertigen baden die GnadeGotteS vorenthalten und mich des Sakramentes beraubt.Aber eS heißt in der Schrift »Gottes Wort ist»nicht gebunden»; so ist auch die Kraft und Gnadedes Sakramentes ungebunden und muß mir unbenommenbleiben. Gott der Herr bat nicht in Ihr Gutdünkenund Meinung, oder Gewalt und Eigensinn mein Heilund Seligkeit gestellt, sondern in seine Gnade und inunsern Glauben. Darum ermahnt uns auch der Erlö-ser 2): „IllleS, waö ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet,»so werdet ihr's empfangen».
Priester: Du bist ja, o Entsetzen! auf dem gra-ben Wege ein abtrünniger Sohn der Kirche zu werden!O, kehre um, da es noch Zeit ist, von dem Wege desVerderbens! Schneide Dich selbst nicht ab von der Ein-heit Christi! Sondere Dich ab von den Ketzern, die DeineAugen berücken! Gedenke, daß die katholische Kirche sieg-reich da gestanden bat alle Jahrhunderte hindurch, undauch noch da steht, und daß sie auch siegreich über Dei-nen Ungehorsam wird hinwegschreiten. Welch' ein vcr-dammlicher Hochmnth, daß Du, ein ungelchrter Laie, esallein willst besser wissen, als alle Papste und Bischöfeder heiligen Kirche zusammen!
Mann: Eins bitte ich, hochwürdigster Priester:Sic wollen nicht so mit Gewalt stürmen, und auf dieerschrockenen Gewissen einfahren, sondern sich sanft undfreundlich beweisen gegen Ihren armen unterwürfigenKnecht. Martern Sic daS Gewissen, nicht und treibenSie es nicht in die Enge. Sie treiben eS sonst von sichbinanS, einer andern Gemeinschaft zu, wo mehr Liebeund Sanftmuth wohnt, und wo eS mir gerne vergönntwird, nach meinem Gewissen zu leben, wo keine Pricster-berrschaft Statt findet und die unveräußerlichen Men-schenrechte geachtet werden.
Priester: Wie? Es ist doch nicht wirklich Dein
2 Timoth. 2, 9. — Matth. 2l, 22.