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nnngcn auflehnen? Sind wir nicht Priester? Habenwir nicht Macht, Sünden zu vergeben und blinden zubehalten? Muß nicht durch unsere Hand die Pforte desHimmels aufgeschlossen werden? Fürchte unsere Macht!
Mann: Ich bin nicht hicher gekommen um michquälen und ängstigen zu lassen, sondern um reuig meineSünden zu beichten und Absolution zu empfangen. WennSic au Gottes Statt stehen, müssen Sie auch handelnnach seinem Willen. Handeln Sie aber gegen GottesWillen, so hat ihr Handeln med Wirken keine Gültig-keit, und kann mich nicht treffen. Gott will aber ei-nem reuigen Sünder Vergebung schenken, wie es heißt:
"Wer seine Misscthat bekennet und läßt, der wirdBarmherzigkeit erlangen".
Priester: Es heißt aber auch ebenso gut: Wel-chen ihr die Sünden behaltet, denen sind sie behalten.
Mann: Aber Sie dürfen mir nur solche Sündenbehalten, die ich nicht bekennen und lassen will; die an-dern aber nicht; denn Gott will die andern vergeben,und wenn Sic an GottcS Statt stehen, so müssen Siesie auch vergeben. Ihr Amt ist es, nach Gottes Wortzu handeln, aber nicht wider Gottes Wort. Die Sün-den wegen der Kindererziehung mögen Sic mir behalten,denn darin glaube ich keine zu haben, aber von den an-dern Sündcn müssen Sie mich absolviren.
Priester: Es thnt in der jetzigen Zeit Noth,Strenge zu gebrauchen und den geistlichen Hochmuth zudämpfen. Wir haben über euren Glauben Gewalt, undDeine erste Pflicht gegen die Kirche ist Gehorsam.
Mann: Der Apostel Paulus sagt aber "Nicht,"daß wir Herren seien über euren Glauben, sondern wir"sind Gehülfen eurer Freude, denn ihr stehet in? Glauben."
Priester: Ei, welch eine anmaßlichc Rede führstDu in Deinen? Munde! Ich stehe liier als Dein Prie-ster vor Dir mit göttlicher Würde bekleidet, im Diensteder Kirche, die untrüglich ist lind deren Befehlen ich folge!
Mann: Ich wollte mich aller Dcmuth und Unter-') Sprüche Sal. 28, 13. — I 2 Korinth. 1, 24-