machen. Jesus Christus, der Sohn Gottes, der istmein Heiland, der ist für mich gekreuzigt, der ist auf-erstanden und lcdt nun ewiglich und sendet seinen Geistin die Herzen seiner Gläudigen und gibt ihnen Verge-bung und ewigen Frieden. Dies, was doch offen-bar die Hauptsache auch in unscrm Glaubenist, das lehren die Evangelischen auch. Darumkann ich nicht glauben, daß meine Kinder allein darum,daß sie evangelisch heißen sollen, ewig verloren gehenmüssen. Es ist nicht Alles, was die Evangelischen leh-ren, Unwahrheit und Lüge. Sie haben auch Wahrheit.
Priester: ES ist wohl richtig, daß sie Wahrheithaben, aber sie haben nicht die Wahrheit, d. h. nichtdie ganze vollständige Wahrheit, sondern nur einige Fet-zen und Bruchstücke davon, und diese sind mit so vielJrrthum und Unglauben untermischt, daß sie nothwcndigals Irrgläubige von der wahren und einzigen Kircheausgeschlossen werden mußten. Es gibt nur eine ganzeund volle Wahrheit, und diese hat die katholische Kirchevon Uranfang an allein. In einer unwahren und fal-schen Kirche "kann man den wahren Weg zur Seligkeitnicht finden. Das ist offenbar.
Mann: Ich denke so: Gott ist wunderbar in al-len seinen Wegen. Er läßt die Verschiedenheit der Kir-chen nach seinem uncrforschlichen Nathschlussc bestehen.Die Eine ist freilich besser als die Andere; und als Ka-tholik muß ich sagen, die katholische sei die Beste. Nunist es freilich auch christliche Pflicht des VatcrS, seineKinder in der besten Kirche unterrichten zu lassen. — —
Priester: Nun, das sollte ich auch denken. Dugestehst also selbst, daß es Deine Pflicht ist, die Kinderkatholisch werden zu lassen.
Mann: Da ich nun aber durch meine Verhält-nisse gebunden bin, daß ich nicht kann, wie ich wohlmöchte, so wird, bossc ich, Gott meine Schwachheit an-sehen, und auch die Verhältnisse berücksichtigen, in die ermich gesetzt hat. Gott hat Dankbarkeit und Liebe gebo-ten, und diese müßte ich gröblich verletzen, wenn ich die