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Verbindungen mit China beabsichtigte, wurde Ludwig Theodor zu denBeratungen hierüber hinzugezogen 1 ).
Wir sehen diesen mithin ebenso wie seine Vorfahren und Vor-gänger in der Firma an allen Fragen des öffentlichen Interesses an hervor-ragender Stelle beteiligt, und es kann uns daher nicht überraschen, wennwir ihn auch in der Reihe derjenigen stehen sehen, die sich in Schlesienzuerst mit dem im Verlaufe des neunzehnten Jahrhunderts immer deut-licher und bestimmter hervorgetretenen Gedanken der Errichtung vonAktienbanken beschäftigt und ihn in Wirklichkeit umzusetzen getrachtethaben. Wie bei allen Bankprojekten dieser Jahre hat es sich in diesemFalle um zweierlei gehandelt: erstens, ein neues Kreditinstitut zu schaffen,und zweitens, dem allenthalben immer dringender werdenden Bedürfnisnach einer Vermehrung der Zirkulationsmittel abzuhelfen. Ludwig Theodorverband sich zu diesem Zwecke 1845 mit den Breslauer Kaufleutenvon Löbbecke und Schiller und den Privatleuten Graf Guido Henckelvon Donnersmarck und von Winckler-Miechowitz zu einem Anträge beider Regierung um die Konzession zu einer Privatbank 2 ), die zwei MillionenTaler in Banknoten auszugeben befugt sein sollte, und griff damit imPrinzip einen Plan auf, den bereits Johann Wolfgang 1805 in der Zeitder großen Geldnot, wie wir gesehen haben, der Regierung unterbreitethat. Doch hat er damit ebensowenig wie dieser s. Z. Erfolg gehabt.Die preußische Regierung, die damals im allgemeinen Hoffmanns „Lehrevom Gelde“ (1838), die „die Notwendigkeit einer scharfen Staatsaufsichtüber die Banken“ betonte und zu deren Erleichterung „eine zentralisierteEinheit des Bankwesens“ empfahl 3 ), befolgte, lehnte seinen Antrag ausverschiedenen nicht recht verständlichen Gründen ab.
Da das Bedürfnis nach kuranten Zahlmitteln, solange die Be-schränkung der Banknoten-Emission für die Preußische Bank nicht auf-gehoben wurde (was erst 1856 geschah), aber unabweisbar war, traten aufsein Betreiben die angesehensten Breslauer Firmen, an ihrer Spitze
1) B-A, 473.
2) Näheres über dieses Projekt siehe Bergius, Die Errichtung einer Privatbank für Schlesien,Rübezahl (Schles. Prov. Bl.) X, p. 545 ff.
3 ) Siehe von Poschinger, a. a. O. I, p. 214.
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