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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
Entstehung
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Als Johann Ludwig Eichborn, aus Landau in der Pfalz gebürtig, imj\ ersten Viertel des 18. Jahrhunderts in Breslau einwanderte, umhier durch die am 19. November 1728 erfolgende Errichtung einesSpeditions-, Kommissions- und Wechsel-Geschäftes unter seinem Namendasjenige Handlungshaus zu begründen, von dessen Geschichte in diesenBlättern die Rede ist, kam er gerade zurecht, wenigstens ein Jahrzehntlang noch Zeuge der großartigen Handelstätigkeit zu sein, welche Breslauals einstiger Welthandelsplatz in diesen Jahren kurz vor der EroberungSchlesiens durch Friedrich den Großen zum letzten Male entfaltet hat.Zwar die Entdeckung Amerikas und des Seeweges nach Ostindien hatteden Handelsverkehr mit den Gebieten des Mittelländischen Meeres bereitsuntergraben, die politische Vereinigung Polens mit Sachsen im Jahre 1697auch eine kommerzielle zur Folge gehabt, die Gründung St. Petersburgs1703 dem russischen Handel einen eigenen Zugang zum Meere eröffnet,der nordische Krieg den polnischen Viehhandel 1 ) schwer betroffen und

i) Noch 1761 bezeichnete Lipius (Des Königlich Preußischen Breslauischen Cammer Secretariiund Registratoris Andreas Martin Lipius Einleitung zur Finanz Wissenschaft überhaupt und derschlesischen insbesondere, Breslau 1761, p. 75) den Viehhandel für Schlesien alsden wichtigsten,nützlichsten und einträglichsten Verkehr. Das Vieh kam aus dem Osten, überwiegend aus Polen.Der jährliche Umsatz betrug über eine Million Taler.

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