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bei möglichst zu Hilfe kommen müssen und überdies in den nächstenWochen bedeutende Zahlungen zu machen haben, so ersuchen wir Sie,uns mit Ihrer Kasse und mit Ihrem Credit gefälligst zu unter-stützen, und, was Sie an baarem Gelde dort anschaffen können, mit derfahrenden Post unter Adresse der Staatsschulden-Tilgungskasse an uns ab-zusenden. Für den Betrag belieben Sie Sich nach Ihrer Wahl, und wieSie es unserem Interesse am angemessensten halten, entweder auf unsselbst 2 Monat dato oder auf d Herrn S. Heine in Hamburg ebenfalls
2 Monat dato oder auch auf den Herrn N. M. Rothschild in London
3 Monat dato zu erholen und uns von Ihren Ziehungen jedesmal zu be-nachrichtigen.“
Im vorangegangenen Jahre hatte die Seehandlung ihrerseits mitfolgendem liebenswürdigen Schreiben vom 23. April der Firma zum Woll-markt Geld zur Verfügung gestellt: „In Erwiderung auf Ihr gefälliges
Schreiben vom 19. ds. wiederholen wir die in unserem Privat-Schreibenv. 15. c. bereits ausgesprochene Bereitwilligkeit, auch ohne die offerirteSicherstellung durch ein Depositum von Pfandbriefen, Ihnen diegewünschte Summe von 50—100,000 Thl. Anfangs Juni d. J. zur Dis-position zu stellen. Insofern Sie indeß darauf bestehen sollten (was Eich-born & Co in ihrem Schreiben vom 19. ds. als selbstverständlich hingestellthatten), eine Summe in Pfandbriefen bei unserem dortigen Comptoir nieder-zulegen, so werden wir dasselbe auf diesen Fall s. Z. anweisen, ein solchesDepositum von Ihnen anzunehmen.“
Das vorerwähnte Privatschreiben Rothers, dem eine AllerhöchsteKabinetsordre vom 17. Januar 1820 die Verwaltung der Seehandlung mitunumschränkter Vollmacht und persönlicher Verantwortlichkeit übertragenhatte, war an Johann Wolfgang gerichtet gewesen und hatte den Zweckgehabt, dessen Ansicht über eine neue Staatsanleihe zu hören. Überhauptwar dieser, den ein noch aus Paris vom 4. Oktober 1815, also vor demFriedensschluß mit Frankreich, datiertes Patent zum Geheimen Kommerzien-rat ernannt hatte 1 ), der Vertrauensmann der Regierung, und wurden seine
1) Der Finanzminister von Biilow schrieb hierüber unter dem gleichen Datum an JohannWolfgang: „Euer Wohlgeboren haben in den letzten verwickelten Verhältnissen unseres Vaterlandes,
durch den Einfluß Ihres Credits sowie durch eigene Aufopferung in der Herbeischaffung der zu