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Im Jahre 1818 war es endlich gelungen, durch Aufnahme einergroßen Anleihe in England geordnetere finanzielle Zustände in Preußenzu schaffen, und so schrieb sie denn am 11. Juni an Eichborn & Co:„Wir haben jetzt wöchentlich ca. 100,000 Thl. in Thalerstücken währendder nächsten Wochen von der dortigen Münze zu empfangen, und dawir nicht wünschen, solche baar wieder hierherziehen zu müssen, so in-struiren wir heute unser Comptoir, Ihnen auf Verlangen jede vor-handene Summe zu zahlen, wenn Sie berechnen können, daß wir, seies bei auswärtiger Valuta oder bei Wechseln auf hier mit Rücksicht aufden Disconto nach Abzug Ihrer Provision bestehen können.“ Wie großdabei ihr Vertrauen zur Firma war, erhellt aus einem Schreiben an diesevom 6. März 1821, in dem es u. a. heißt: „Wir ersuchen Sie ferner vonunserem Comptoir vorzugsweise die entbehrlichen Courantbestände, zuderen Verabfolgung dasselbe angewiesen ist, gefällig zu erheben und unsdafür nach Maßgabe des hiesigen Coursblattes bestmöglichst Rimessen zumachen, wobei wir Ihnen weder die Valuten noch ein Limitumbestimmen, indem wir zu sehr davon überzeugt sind, daß Sieunser Interesse auf das Thätigste wahrnehmen werden.“
Gegebenenfalls halfen sich beide gegenseitig mit Geld aus; diestrat besonders häufig in der Zeit des Wollmarktes ein, zu dessen Be-förderung die Seehandlung ein eigenes Wollgeschäft begründet hatte, dasin folgende Abteilungen zerfiel: „1. Beleihung der Wollen in Breslau,Stettin, Berlin, Posen und Magdeburg, und deren Kommissionsverkauf imSchäferbande für Rechnung der Eigenthiimer; 2. Ankauf von Wollenfür eigene Rechnung der Seehandlung, ä meta mit dem KommerzienratWestphal und auch mit anderen Kaufleuten; 3. Sortirung der Wollen, Be-hufs des besseren Verkaufs im Auslande und Inlande“ 1 ).
Hierzu sei folgender Brief der Seehandlung vom 23. Juni 1821 anEichborn & Co mitgeteilt: „Der Wollmarkt hat hier auch einen sehr fühl-baren Geldmangel herbeigeführt, der noch drückender zu werden droht,und bei den deshalb getroffenen Vorbereitungen wenigstens in dem Maßenicht zu erwarten war. Da wir nach der Stellung unseres Institutes hier-
1) Denkschrift Rothers, p. 32.