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Sehen wir hier die Firma sich für eigene bezw. für gemeinschaft-liche Rechnung mit hiesigen und auswärtigen Interessenten am Waren-geschäft direkt beteiligen, so ist dies bei dem Leinenexport vom Endedes achtzehnten Jahrhunderts ab nicht mehr in dem gleichen Maße wiefrüher der Fall gewesen. Größere Spekulationsgeschäfte lassen sich seit-dem überhaupt nicht nachweisen; nur unerhebliche Unternehmungen fürgemeinschaftliche Rechnung mit Geschäftsfreunden finden sich später nochab und zu. Aufforderungen zu eigenen größeren Geschäften sind da-gegen wiederholt mit Hinweis auf schlechte Erfahrungen abgelehnt worden;auch begann jetzt bereits, wie soeben schon gehört, der Rückgang desschlesischen Leinenhandels sich immer fühlbarer zu machen, sodaß alsodie Zurückhaltung der Firma in mehrfacher Hinsicht begründet ist. Wirwerden noch Gelegenheit haben, hierauf zurückzukommen. Eine Aus-nahme machten nur bis zu einem gewissen Grade die Leinwand- undzeitweise auch Tuchlieferungen der Firma für das „Königliche RegimentGarde“ in Potsdam in den Jahren 1793 —1806'), wobei wir hier be-merken möchten, daß auch Breslauer Truppenteile wie z. B. die Infanterie-regimenter Wendessen und Lattorff mit Eichborn & Co in Verbindunggestanden haben.
Um so reger und umfangreicher hat sich dagegen der bereits frühergeschilderte Geschäftsverkehr der Firma mit den großen Leinenfabrikantenim Gebirge entwickelt. Die Firmen dieser letzteren, die mit ihrenZusätzen wie seel. Wittib, seel. Sohn, Eydam etc. auf alten, in Gene-rationen fortgeführten Familienbesitz hindeuten und in den Korrespondenzendieser Häuser mit Eichborn & Co häufig vorkommende Bezugnahmenauf den langjährigen freundschaftlichen Verkehr zwischen den früherenInhabern dieser wie jener lassen mit Bestimmtheit erkennen, daß dieVerbindungen ebenso alt als bedeutend waren.
Über die derzeitige Technik des geschäftlichen Verkehrs dieserHäuser mit ihren auswärtigen Abnehmern unterrichtet uns ein Brief derFirma an W. Girtanner in Wien, der zwar bereits vom 20. Januar 1813datiert ist, in seinen Angaben aber bei dem damals im kaufmännischen
1) Weiter lassen sich dieselben nicht zuriickverfolgen, da die betreffenden Geschäftsbücherüber das Jahr 1793 hinaus nicht erhalten sind.