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Regierung eingesehen und anerkannt worden ist. Die Anträge der BreslauerDeputierten auf dieser Konferenz enthalten in kurzer Fassung eine stumme,nicht zu widerlegende Kritik aller derjenigen Maßnahmen der preußischenWirtschaftspolitik, die infolge ihrer zu einseitigen Bevorzugung derheimischen Industrie dem Handel verderblich geworden sind und dringendeAbhülfe erheischten 1 ). In der Tat sind denn auch sowohl durchden neuen Zolltarif vom Jahre 1788 2 ) wie in andrer Hinsicht gewisseErleichterungen 3 ) gewährt und eine Anzahl von Warensorten, die bisherverboten waren, der Einfuhr freigegeben sowie die unter Friedrich demGroßen nicht ohne dessen Eingreifen in Zerrüttung geratenen Finanzender Stadt Breslau wieder befestigt worden 4 ).
L’homme le plus depensier est celui qui n’a rien, et qui ne vit qu’au jour le jour. Avec la libertedu commerce, le paysan est nourri, vetu, chauffe, löge; et cependant s’il lui meurt un cheval ou unboeuf, il a de quoi reparer cette perte“. •
In Bezug auf die dem Handel schädlichen einschneidenden Maßregeln der Regierung äußerter sich (a. a. O. p. 84 und 248) folgendermaßen: „O ministres! cessez donc une fois d’imaginer qu’ilvous soit possible de savoir mieux les affaires des hommes que vous gouvernez, qu’il ne les saventeuxmc'mes, et laissez chacun acheter et rendre comme il l’entend. Ne cherchez pas un autre moyen
de voir fleurir toutes les classes des sujets, car vous ne le trouverez jamais. Mais
des diverses choses dont les gouvernements s’entremettent, il n’en est point oü ils aient plus montreleur indextdrite que dans le commerce.“
1) Siehe hierüber vor allem B-A, 219 und Schles. Provinzialblätter V, p. 152 ff.; auch dieStettiner Kaufleute wandten sich mit Beschwerden und Vorschlägen nach Berlin B-A, 302. Amschroffsten hat sich wohl Börner (Der Patriotischen Gesellschaft in Schlesien neue ÖkonomischeSchriften auf das Jahr 1783, p. 122) gegen das merkantilistische Wirtschaftsprinzip ausgesprochen; ernannte es „ein patriotisches Blendwerk.“
2) - B-A, 942.
3 ) Siehe u. a. Schles. Provinzialblätter 1787, V, p. 361 f., B-A, 861 (Erleichterung des Handelsmit Rußland, Polen, Griechenland etc.). Als 1789 die griechischen Kaufleute aus der Moldau wiederihre Waren von der Leipziger Messe nicht durch Schlesien sondern durch die kaiserlichen Staatenhatten gehen lassen, ermäßigte die preußische Regierung den Transitozoll auf die Hälfte d. h. H/ 2 Thlrfür den Zentner und bemühte sich, auch Polen zu einer Herabsetzung der Zölle zu veranlassen.B-A, 863. Über spätere Handelserleichterungen (1792) siehe B-A, 164.
4 ) Die in dieser Angelegenheit am 28. Januar 1791 nach Berlin entsandten Deputierten wurdenmit einer gnädigen Kabinets-Ordre bedacht, die folgende wichtige Bewilligungen enthielt:
„1, Ein Darlöhn von 400 000 Rthlr ohne Intressen bis die ganzen Schulden bezalt sind.
2, Soll und muß die Königl. Banco die Gelder annehmen mit 2 Procent, bis nach und nach Pfand-briefe gekauft sind.
3, Muß die Landschafts Gasse die Pfandbriefe ohne Agio der Stadt zulassen.
4, Werden die rückständige 27 000 Rthlr Dispositionsgelder erlassen.
5, Müssen die 783 Rthlr alle Jahre an Dispositions Geldern bezahlt werden. Wofür Iliro Königl.Majestaedt 6000 Rthlr alle Jahre der Communitäd schenkte.
6, So müssen auch die Pensions Gelder bezahlt werden, bis sie absterben.
7, Verspricht und giebt Ihro Königl. Majestaedt der Stadt alle Jahre aus seiner eignen Catolie12 000 Rthlr zum Geschenke, bis die Schulden alle bezahlt sind, welches bis diese Stunde vonihm ist erfüllt worden.