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wärtigen Abnehmer und verwendeten dann diese Devisen als Anschaffungfür das Bankhaus. Aus diesem regen Verkehr resultierten vornehmlich diegroßen Wechselumsätze, die wir auf den einzelnen Konten der Firma indieser Zeit und auch späterhin finden*
Eine staatliche Konkurrenz schien Eichborn & Co bei diesemGeschäfte zu erstehen, als Friedrich der Große 1782 die Seehandlungs-sozietät anwies, Veranstaltungen zur Erleichterung des schlesischen Leinen-handels über Hamburg zu treffen, durch die dem schlesischen Kaufmann„ein sicherer Absatz seiner Waren verschafft und die Einziehung der daraufzu erhaltenden oder daraus gelösten Gelder erleichtert werden sollte. “ DieSeehandlung akkreditierte nämlich daraufhin durch Zirkular vom 16. April 1782für dieses Arrangement ein Hamburger Haus 1 ). Doch gelang es demselbenschon wegen ^piner hohen Provisionen nicht, die Neigung der schlesischenLeinennegozianten sich zu erwerben, und es machte sich — wenigstensin dem Interessenkreis der Firma — ein Einfluß desselben nicht geltend.Die Bedeutung der letzteren auf diesem Gebiete des geschäftlichen Verkehrswar vielmehr so unbestritten, daß nicht nur Johann Friedrich ein fast stetszitierter Sachverständiger in Wechselsachen wurde, sondern auch bei derHerausgabe einer neuen Wechsel-Verordnung im Jahre 1776 seitens derRegierung ein Gutachten über dieselbe von der Firma eingefordert undvon dieser unter Beanstandung einiger Artikel erstattet worden ist 2 ). Überden Umfang des Wechselgeschäftes der Firma selbst aber geben die er-haltenen, zum Teil recht umfangreichen Sensarie-Noten der Makler, ausdenen wir zugleich erfahren, daß die Courtage zu dieser Zeit mit 1 % 0berechnet wurde, den besten Aufschluß. Ihnen zufolge muß der Verkehrmit Hamburg der bei weitem bedeutendste gewesen sein.
In dieser Zeit sehen wir zugleich auch die Firma zum ersten Malenachhaltig in den Dienst der mittel- wie unmittelbar zu einem großen Teiledurch Friedrichs des Großen Bemühungen erst neu geschaffenen bezw. her-vorgerufenen heimischen Industriebewegung treten. So ließ sie z. B. demKriegsrat und Ober-Landschafts-Syndikus Ordelin, dem neuen Besitzer der
! ) M. H. Ohmann & Co; siehe B-A, 586, Ztschrft. d. V. f. G. u. A. Schl. I, p. 138 u. Zimmer-mann a. a. O. p. 163 f.
2 ) Siehe B-A, 921.