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zweige als Geldgeber zu finanzieren. Besonders umfangreich und bedeutendgestaltete sich diese Tätigkeit der Firma in den Jahren nach der Beendigungdes nordamerikanischen Freiheitskrieges. Denn dieser „hatte die Lagerschlesischer Leinen, die in Cadix und den südamerikanischen Häfenaufgestapelt waren, ganz ausgeleert, so daß Mangel an*Ware stattfand.Sowie im Jahre 1783 der Friede geschlossen war, wurden großeBestellungen gemacht, welche von den Schlesiern um so eher befriedigtwerden konnten, als in Frankreich und den Niederlanden zu der Zeitder Flachs mißraten war. Der preußische Gesandte in Madrid bewirkte,daß der Zoll auf französische Leinen, der fast 12 % niedriger war, alsfür schlesische, erhöhet ward, sodaß Frankreich keine Konkurrenz mehrmit Schlesien halten konnte. Dies vermehrte den Absatz schlesischerLeinen, sodaß einige Jahre lang deren kaum genug gefertigt werdenkonnte, und in dieser Zeit war es vornehmlich, wo der Wohlstandder Kaufleute in Hirschberg, Schmiedeberg, Landeshut, Greiffenberg,Waldenburg, Charlottenbrunn so sehr zunahm“ *).
Der Geschäftsverkehr mit der Firma spielte sich hierbei so ab, daßdiese zunächst den Leinwandfabrikanten bare Vorschüsse oder Trassements-Kredite zum Einkauf des Rohmateriales und zur Bestreitung der Arbeits-löhne gewährte. Die fertige Ware wurde dann an Eichborn & Co undzwar entweder zum Verkaufe oder zur Weiterbeförderung nach den Haupt-absatzplätzen Hamburg, Amsterdam und Bremen gesandt. Die Firmaerhielt ihre Vorschüsse beim Verkauf, häufiger aber-noch vorher von den-jenigen Häusern an den vorgenannten Plätzen zurück, denen sie die Warezum Verkauf geschickt hatte, und die die letztere nun ihrerseits bevor-schußten. Hauptsächlich jedoch wurde die Vermittelung von Eichborn & Covon seiten der Hamburger, Bremer, der holländischen und anderen Groß-händler in der Weise in Anspruch genommen, daß letztere die Leinen-fabrikanten bei der Firma für bestimmte Beträge akkreditierten und dieserfür die daraufhin von ihr geleisteten Zahlungen entweder Rimessen sandtenoder Rembourse anwiesen. Bisweilen zogen aber wohl auch die Fabrikantenselbst Ordre eigene oder für Rechnung von Eichborn & Co auf ihre aus-
1) Schiick, Zur Geschichte der schlesischen Leinwandweberei, Schles. Prov. Bl. 1844 (119), p. 23 f.