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wie auch allen berechtigten Wünschen der beteiligten Kreise anzupassenbemüht gewesen ist, mag z. B. eine unter dem 24. Januar 1753 an denschlesischen Minister, Grafen von Münchow, erlassene Ordre 1 ) zeigen,die auf die damals von ihm beabsichtigte Gründung einer kombiniertenGiro- und Zettelbank nach dem Plane des bekannten Geheimen Finanz-Rates Graumann Bezug nimmt und folgendermaßen lautet:
„Mein lieber Geheimer Etats Ministre Graf von Münchow.Da Mir der Geheime Finantz Rath Graumann nunmehro seinen Planvon einer allhier zu etablierenden Banco eingereichet hat; Ich aberdarauf resolviret habe, solchen denen principalesten Kauffleuthen allhierdergestalt zur näheren Einsicht communiciren zu lassen, damit selbigedarüber in besondere Conferentz treten und dasjenige darin so dieCommerden - Handlungs - und Wechsel - Sachen angehet, gründlichexaminiren und darüber ihre dubia und objectiones machen, auchsolche dem p. Graumann schriftlich communiciren sollen, welcher danndarauf schriftlich antworten und seine nehere Erläuterung und explicationdarüber geben muß, um hiernechst ein gründliches und vollständigesWerck daraus zu machen; weilen Ich nun aber sehr nöthig finde, daßsolchen Conferentzien über diese wichtige Sache auch ein oder zweyderer geschultesten und erfahrensten Schlesischen Gebürgs Kauffleuthemit beywohnen müssen; Als ist mein Wille, daß Ihr dergleichen aus-wählen, und selbigen demnechst aufgeben sollet, sich mit nechstenanhero zu verfügen, bei dem hiesigen Commerden Rath und MüntzDirector Kroll zu melden, und alsdann vorerwehnten Conferentzienmit beywohnen auch ihre Sentiments deshalb wie vorgedacht zu eröffnen.Ich bin Euer wohl affectionirter König
Friedrich.“
Es ist nicht nur sehr erfreulich, sondern auch von Wichtigkeit fürdie Erkenntnis der allgemeinen Beurteilung der Position der Firma ausdieser Zeit, daß der genannte Münzdirektor Kroll bereits am 28. Januar
i) Breslauer Staats-Archiv M. R. VI, 1. Diese Ordre ist auch noch aus dem Grundebemerkenswert, weil sie so recht erkennen läßt, wie richtig Friedrich der Große die große wirtschaft-liche Bedeutung Schlesiens für und im Verhältnis zur ganzen Monarchie (cf. Anm. 1 Seite 10) ein-zuschätzen und der Beachtung, welche es demzufolge bei wirtschaftlichen Fragen von allgemeinerBedeutung erheischte, wohl Rechnung zu tragen gewußt hat.