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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
Entstehung
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den daselbst erwähnten Persönlichkeiten den Begründer der Firma JohannLudwig mit Auszeichnung genannt zu finden. Auch Mattheus Eichhornist eine öffentliche Anerkennung in dieser Zeit zu teil geworden. Obwohler doch erst seit 1736 in Breslau weilte, hat ihn nämlich die Kaufmann-schaft bereits für die Jahre 1739 bis 1741 mit einigen anderen Kaufleutenzum Kontrolleur ihrer Rechnungen gewählt. Es ist dies um so bemerkens-werter, als in der damaligen, noch stark von zünftischem Geiste beherrschtenZeit auf das Alter der Geschlechter und die Dauer des Bestehens derHandelshäuser in der Stadt das allerhöchste Gewicht gelegt wurde, undbeweist uns somit in gleicher Weise wie jene amtliche Hervorhebung, daßes der Firma und ihren Inhabern in überraschend kurzer Frist gelungenist, sich nicht nur eine angesehene Stellung zu verschaffen sondern auchdas öffentliche Vertrauen zu erringen.

Bedeutungsvoller noch als jene Vertrauenskundgebung seitens derKaufmannschaft erscheint uns aber, daß die Firma zu dieser Zeit zumersten Male mit einer staatlichen Behörde in geschäftliche Beziehung ge-treten ist. Am 19. November 1742 hat nämlich dieEichbornsche Hand-lung der Kasernen-Kasse einen Vorschuß von 100 Reichstalern geleistet,der ihr unter dem 6. Juni 1757 von der Königlichen Servis-Kommissionzurückerstattet wird. Denn dieses an sich unscheinbare Vorkommnisbildet, wie man wohl sagen kann, den ersten Moment in den sich später-hin in reicher Reihe entwickelnden persönlichen wie geschäftlichen Be-ziehungen der Firma und ihrer Inhaber zur Staatsregierung und zumköniglichen Hause, in deren Verlauf es letzteren mehr als einmal vergönntgewesen ist, hohe Vertrauensstellungen einzunehmen und wichtige Dienstezu leisten. Freilich hat dies zum Teil nur unter einem Herrscher möglichsein können, der, wie eben Friedrich der Große, in einer einzigartigenWeise in die Tiefen einer sonst königlichem Empfinden und Denkengänzlich ferne stehenden Welt mit vollem Verständnis einzudringen nichtnur bestrebt, sondern kraft eigenster Initiative auch mit glücklichem Erfolgebefähigt gewesen ist.

Ein Beispiel, mit welcher Überlegenheit und mit welchem Vor-bedacht der große König an die Ausführung von Plänen wirtschaftlichenCharakters gegangen und dieselben sowohl den allgemeinen Bedürfnissen