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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
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desselben Jahres in Ausführung der königlichen Verfügung auf einer nursechs Namen enthaltendenNota der breslauischen Kauffmannschaftnächst den beiden derzeitigen Kaufmannsältesten Schmeltz und Unverrichtals geeignete Subjekte für die gedachten Conferentzien an erster Stelledie Johann Ludwig und Mattheus Eichborn in Vorschlag bringt 1 ).

Die geschäftliche Tätigkeit der Firma in der Zeit zwischen denbeiden schlesischen und dem siebenjährigen Kriege ist naturgemäß derallgemeinen Entwickelung gefolgt, die das Handelsleben Breslaus undder Provinz in dieser Zeit genommen hat. Wir möchten daher bald hierhervorheben, daß überhaupt die Geschichte der Firma gleich von ihremBestehen an auf das engste mit den wechselnden Ereignissen verbundenund von ihnen beeinflußt gewesen ist, die ihre engere wie weitereHeimat betroffen haben. Alle die großen und kleinen Ereignisse vonallgemeiner Bedeutung haben nämlich in eigentümlicher Weise in ihremGeschäftsbetriebe ein Echo gefunden, und so kommt es, daß ihreGeschichte bis zu einem gewissen Grade und nach gewissen Seiten hinfortdauernd wie ein Spiegel ihrer Zeit erscheint.

Der Wirkungskreis der Firma erstreckte sich damals über ein rechtumfangreiches Gebiet. Mit ihrer Speditions- und Kommissionsabteilungumfaßte sie zunächst den ganzen Baratto- (Tausch-) Handel, soweit ersich nach dem Breslauer Frieden erhalten hatte.

Sein Umfang war immer noch sehr bedeutend, denn Breslau wartrotz der veränderten politischen Stellung Schlesiens der Mittelpunkt derschlesischen Handlung mit Rußland, Polen, Ungarn und der Türkei ge-blieben.Das verker mit disen ländern setzt uns von Kloeber aus-einander bestehet darin, daß man di im lande verfertigte waaren unddi von Hamburg und Stettin auf der Oder nach Breslau gebrachte Spezerei

i) Breslauer Staats-Archiv M. R. VI. 1. Die Namen der anderen Persönlichkeiten, welche dieListe noch nennt, sind der Vergessenheit anheimgefallen. Das Bankprojekt ist übrigens nicht zurAusführung gekommen, da sich von allen Seiten sofort eine sehr starke Opposition gegen dasselbeerhoben hat, deren schlesischer Beitrag uns in einer Erklärung der geordneten Breslauer Kaufmanns-ältesten vom 30. November 1753 sowie in einemRaisonnement der Breslauischen Kaufmannschaftals des Gebürgshandelsstandes über den derselben communicirten Aufsatz derjenigen Vorteile, welchedem Commercio durch die Berliner Banque erwachsen sollen vorliegt. Vgl. auch Geschichte derKöniglichen Bank in Berlin (Berlin, 1854) p. 16 und von Poschinger, Bankwesen und Bankpolitik inPreußen (Berlin, 1878) I, p. 42 ff.