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Grafschaft Gleichen,' und die Reichsstädte Goslar, Mühlhausenund Nordhausen. Der preußische Staat hatte dadurch einen Zu-wachs von 199 Quadratmeilen, 427,853 Einwohnern und534,251 Thalern jahrlicher Einkünfte erhalten. Die erwähntenBesitzungen, in denen er den 25. Februar 1803 bestätigt ward,erhielt er für mehre Landstriche am linken Rheinufer, namentlichfür das Herzogthum Geldern und einen Theil des HerzogthumsEleve und des Fürstenthums Mors, die Friedrich Wilhelm II. schonnach dem Frieden zu Basel (1794) provisorisch an Frankreich über-lassen und nachher abgetreten hatte.
Friedrich Wilhelm III. war jetzt Besitzer eines Staates, des-sen Volksmenge gegen 10 Millionen betrug. Vielleicht wärenauch schon in jener Zeit die Bemühungen Preußens, sich die Ober-hoheit über die in seinem Gebiete liegenden Besitzungen der Reichs-ritter anzueignen, zu einem günstigen Resultate gediehen, wennnicht die Einsprüche des Reichshosraths, so wie auch die plötzlicheVeränderung der politischen Verhaltnisse, hemmend und hinderndentgegengetreten waren. —
Um seinen Unterthanen die Segnungen des Friedens so langewie möglich zu erhalten, war auch der König von Preußen einerder Ersten gewesen, welcher Buonaparte als Kaiser der Franzosen,unter dem Namen Napoleon 1. anerkannte. Ueberhaupt mußte,eben nur um Frieden zu erhalten, der König Manches thun, wo-durch es den Anschein gewinnen konnte, als neige sich die preußi-sche Regierung auf die Seite Frankreichs, oder als stehe sie wenig-stens mit dessen Negierung in gutem Vernehmen. So war vonpreußischer Seite schon früher den französischen Emigrirten derEintritt in die königlichen Staaten verboten, und mehre derselbenwaren sogar in Bairsuth verhaftet, weil sie verdachtig waren, mitden Royalisten in Frankreich in geheimer Verbindung zu stehen.Selbst der aus Frankreich gewichene Ludwig XVIII., welcher bis1804 in Warschau gelebt hatte, verließ nun die preußischen Staa-ten. Wie viel dem Kaiser Napoleon damals an der Freundschaftdes Königs von Preußen gelegen war, erkannte man daraus, daßer, als von ihm im Februar 1805 das große rothe Band derEhrenlegion gestiftet war, dieses dem Könige und mehren seinerhöchsten Staatsbeamten überreichen ließ. Friedrich Wilhelm III.nahm dieses Band nicht nur an, sondern übersandte auch eine glei-che Anzahl Decorationen des großen schwarzen und rothen Adler-ordens zur Verfügung des französischen Kaisers, dem jene Decora-tionen in Mailand, wo er sich gerade befand, um sich zum Könige