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National-Versammlung, eine so gewaltige Aufregung hervor-brachte, daß die Stellung Ludwigs XVI. , der sich der drohendenGefahr durch die Flucht entziehen wollte, immer bedenklicher wurde.Zwischen Frankreich, in welchem die National-Versammlung dasgesammte Feudalwesen aufgehoben hatte, und Deutschland walte-ten gleichzeitig höchst verderbliche Irrungen wegen der Entschädi-gung der deutschen Reichsstände im Elsasse ob, und da Deutsch-land von französischer Seite mit Recht bedeutende Verluste befürch-tete, so schlössen Oesterreich und Preußen am 7. Februar 1792 zuBerlin ein Bündniß ab, worin sie sich gegenseitig für ihre Besitzun-gen Gewähr leisteten, und auf den Fall eines Angriffes sich zu un-terstützen und die deutsche Verfassung nach ihrer Integrität auf-recht zu erhalten sich verpflichteten. Rußland, Großbritannien, dieNiederlande und der Kursürst von Sachsen sollten zum Beitritteeingeladen werden. Nach dem Abschlüsse dieses Bündnisses über-reichten die Gesandten Oesterreichs und Preußens diplomatischeNoten in Paris, in welchen sie sich besonders gegen die Jacobinermit Ernst und Stärke erklärten. Ob nun gleich der König vonFrankreich, Ludwig XVI., dem Kaiser in einem Schreiben ver-sprach, daß alle im Elsasse betheiligten Reichsstände eine bestimmteEntschädigung bekommen und bis zur Ausmittelung derselben alleihre Einkünfte behalten sollten, so zog doch die National-Versamm-lung unter Lafayette, Rochambeau und Luckner Truppen an dendeutschen und italienischen Grenze» zusammen und verlangte vonLeopold II. eine ausführliche Erklärung über sein Verhältnis zuFrankreich und den Emigrirten. Leopold gab die verlangte Er-klärung, und als er am 18. März 1792 schnell starb, bestätigte seinNachfolger Franz II. nicht nur diese Erklärung, sondern auch dasBündniß mit Preußen, worauf ihm von der National-Versamm-lung in Frankreich der Krieg erklärt wurde. Frankreich hatteanfangs sich nicht überzeugen können, daß Preußen Theil an demKriege nehmen würde; allein diese Ueberzeugung wurde ihm, alsFriedrich Wilhelm II. am 26. Juli 1792 ein Manifest erließ, inwelchem er seine Theilnahme an dem Kriege dahin bestimmte, daßer die Waffen als Bundesgenosse des Hauses Oesterreich, an wel-ches Frankreich den Krieg erklärt habe und als deutscher Reichs-stand ergreife, weil die Rcichsfürsten im Elsaß von Frankreich inihren Rechten beeinträchtigt und die österreichischen Niederlande be-reits feindlich angegriffen worden wären. Zugleich beabsichtige erdie Beendigung der Anarchie in Frankreich und die Wiederherstel-