lung der gesetzlichen Macht nach den wesentlichen Grundsätzen dermonarchischen Regicrungsform.
Der nun ausbrechende Krieg gab auch dem Kronprinzen vonPreußen die erste Gelegenheit, den persönlichen Much zu bewah-ren, welcher jedem preußischen Prinzen angeboren scheint. Dasvon Preußen, Oesterreichern, Hessen und französischen Emigrirtcngebildete Heer näherte sich nämlich unter Anführung des preußi-schen Feldmarschalls Herzogs Karl Wilhelm Ferdinands von Braun-schweig den französischen Grenzen, und auch der König von Preu-ßen begab sich mit den königlichen Prinzen zum Heere. Der Kö-nig von Preußen und der neugewählte deutsche Kaiser, Franzi!.,trafen sich am 23. Juli 1792 zu Mainz, um den Plan ihrer ge-meinschaftlichen Unternehmungen zu entwerfen. Ein donnerndesManifest, von dem Emigranten Dulimon im Einverständnisse mitden ausgewanderten Prinzen entworfen, von den vereinigten Köni-gen genehmigt und von dem Herzoge von Braunschwcig als Ober-befehlshaber der vereinigten Heere unterzeichnet, ging aus demHauptquartiere Eoblenz dem Ausbruche des deutschen Heeres vor-her.
Der Kronprinz Friedrich Wilhelm befehligte damals einenTheil der Avantgarde des preußischen Heeres und zeigte nicht nurbei verschiedenen Gelegenheiten große Unerschrockenheit und ausge-zeichneten Muth, sondern erkämpfte auch ausgezeichnete Vorthcileüber den Feind. Pirmasens und Landau wurden Zeugen seinerUnerschrockenheit, Standkaftigkeic und Seelcngröße, mit welchenausgezeichneten Eigenschaften sich auch noch die höchste Menschen-freundlichkeit verband.
Das vereinigte Heer wurde überhaupt anfangs von dem Her-zoge von Braunschweig als Oberbefehlshaber mit großem Glückeangeführt; doch noch in demselben Jahre k 792 erfochten Dumou-riez und Eustine bedeutende Vortheile. Wahrend des Kampfeswar die Erbitterung auf das Höchste gestiegen. Der National-convent hatte in seiner ersten Sitzung die königliche Würde abge-schafft und Frankreich als Republik erklärt. Furchtbar wütheteder entfesselte Pöbel gegen den unglücklichen König und seine Fa-milie, und am 21. Januar 1793 starb der edle Ludwig unter demBeile der Guillotine.
Jndeß hatte König Friedrich Wilhelm II. sein Hauptquartierin Frankfurt am Main genommen, nachdem diese Stadl am 2.Dezember 1792 de» Franzosen entrissen worden war. Der Kron-prinz war ihm gefolgt und lernte hier seine nachmalige Gemahlin,