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stehenden Baum, der unsern Barriere-Bäumen ähnlich, in dieHöhe geschnellt wird, um an einem Eimer das Wasser aus demBrunnen zu ziehen. — Ein solcher Brunnen auf offener Haidevertritt das Einkehr-Wirthshaus für Pferde und Thiere. Nichtweit von demselben befindet sich auch das fürstliche Posthaus; cSist eine Erdhütte, in welcher der Post-Capitain wohnt, denn soheißt hier der Posthaltcr. Des Nachts schläft man auf demWagen, wenn man einen eigenen Fuhrmann mit denselben Pfer-den bei sich hat, die Pferde werden losgemacht und laufen imFelde herum, nachdem der Fuhrmann sie mit dem bei sich haben-den Hafer gefüttert hat.
Das Fahren per Post ist deshalb nicht anzurathcn, weilweder Bitten noch Drohungen den Postknecht vermögen können,langsamer als Galopp und gestreckten Trab zu fahren. Auf jederStation wird ein paar mal umgeworfen, was freilich nicht sogefährlich ist, als bei uns, weil hier fast Niemand mit seinem eige-nen Wagen fährt; — die Post giebt kleine Karren mit 4 Rä-dern, sie sind i Vs Fuß hoch und nicht so lang, daß ein gewöhn-licher Mann, wenn er sich hinten anlehnt, die Beine ausstreckenkann. An dem ganze» Kärrchcn ist durchaus kein Eisen, meistauch die Räder nicht einmal rund. Es wird auf jeder Stationper Pferd 2 D>eo bezahlt s35 Iwo auf 1 Ducat) also für vierPferde, sdenn weniger wie vier von diesen kleinen Pferden werdennie vor die Postkarre gespannt, die nicht schwerer ist, wie unsereSchiebkarren) 8 Deo oder 21 Sgr., per Station. Das Fahrenmit den Fuhrleuten und den nämlichen Pferden ist theurer.
Der gesammte Grund und Boden gehört meist ganz alleindem Adel, den Bojaren, die denselben mehr durch die daraufwohnenden leibeigenen Zigeuner bebauen lassen als durch freieBanern.
Viele Reichthümer stecken, allem Anscheine nach unter derErde; doch die Bergwerke sind entweder schlecht oder gar nichtbenutzt. Die Communication während der Regen-Jahreszeit hörtfast ganz auf, weil die Wege alsdann unfahrbar werden, auchdas Anschwellen der reißenden Wildbäche und Flüsse die Passagehemmt. — Alles noch traurige Uebcrbleibsel der türk. Zwing-