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Mercantil-Memoiren aus der Türkei
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Warn a

türkischer Hafen an der westlichen Seite, ist nur für die Türkeiwichtig wegen seiner Ausfuhr der bulgarischen Produkte nachCospoli, welche die nämlichen sind, wie die der Moldau undWallachen Es ist bekannt, daß die Pforte keine Ausfuhr desinländischen Getreides erlaubt; sollte aber je ein anderer Han-delstractat zum Vorschein kommen und in Erecution gesetzt wer-den, wodurch die Ausfuhr des Getreides erlaubt und die Mono-polisation aufgehoben würde, so möchte Odessa, Taganrok,Galacz :c. eine mächtige Nebenbuhlerin an Warna durch denExport seiner bulgarischen Produkte finden, die meist Alle bedeu-tend wohlfeiler sind als in Rußland und in den Fürstenthümern.

Varna's Hafen ist vielleicht der einzige ganz sichere aufder westlichen Seite. Die Stadt liegt an einem Berge undbietet eine schöne Aussicht mit dem Hause des Pascha oben aufdemselben; sie ist wo möglich noch schmutziger, als die anderentürkischen Städte, die sich übrigens, wie im Aeußern, so auch imInnern Alle sehr ähnlich sind.

Die Einwohner tragen sich noch meist Alle alt-osmanischmit Turban und (luktun. Fränkische Kleidungen habe ich hiernicht bemerkt; auch wird der Franke noch begafft, was in Cos-poli, Smyrna, Brussa w. schon nicht mehr der Fall ist.

Es ist ferner noch bemerkenswerth, daß vor der Errichtungder Dampfschiffahrt man sehr häufig von Rusziuk aus nachVarna ging, um sich hier mit den gewöhnlichen großen türk.Barken nach Cospoli zu begeben. Auf diese Weise hatte manden Balcan vermieden.

A d e f s «r

russischer soi-llissnt Freihafen; doch zahlen alle eingeführtenGegenstände bei ihrer Ankunft Vs des ganzen tlonsnmo-Zolles,der Rest von "/» muß bei der Ausfuhr nachbezahlt werden. Esist also diese Stadt nicht eigentlich Freihafen zu nennen.

Buntscheckig in seiner Bevölkerung, wie Cospoli, fließenauch hier die Sprachen und Sitten des Abend- und Morgenlan-