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unwandelbar und erregend, gleich der ewigen Na-tur selbst.
2S4.
Eine lange Reihe berühmter Borfahren zu be-sitzen, ist unleugbar von sittlicher Wichtigkeit. DieErinnerung an ihre Tugenden weckt im Gemüthedes Urenkels stolzen Wetteifer mit ihnen, oder dochSchaam, ihrer unwürdig zu seyn. Wo dies, da istlebendiger Adel. Ahnenstolz und nichts weiter,ist nur noch Berwesungsgeruch des Leichnams. Di-plome und Stammbaume allein adeln ein Geschlechtso wenig, als hundertjährige Rheinwein-Etikettenauf Wasserflaschen das Wasser derselben in Rhein-wein umwandeln.
ZZ5.
Es gehören Menschenalter dazu, Völkerschaftenvom Ueberlieferten abwendig zu machen. Die Ge-wohnheit des Irrthums ist machtiger, als die Er-kenntniß desselben, selbst bei gebildeten Personen.
2s6.
Wenn man das vorige Jahrhundert mit demgegenwärtigen vergleicht; an die Zeiten jenes großenFriedrich und seiner gekrönten Zeitgenossen denkt,eines Joseph II., einer Katharina von Ruß-land, eines die Aristokratie Schweden's brechendenGustav III. und anderer mehr; und dann wiederauf unser bewegtes Zeitalter, auf den wiederkehren-den Ultramontanismus und Mysticismus, auf die Wie-dererbauung von Klöstern und Wiedererhebung derJesuiten sieht, möchte man beinah auf den unbe-scheidnen Argwohn gerathen, als wären jene Re-gente» damals viel zu hochgebildet für ihre Völker