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Wenn Zschokke in obigem letzten Briefe anJttncr sagt, er wisse nicht, wie er von seinen 54Jahren wieder abkomme, so muß er dennoch später-hin das Geheimmittel dazu entdeckt haben. DerBeweis liegt offenkundig vor in seinem herrlichenWerke: „Die classischen Stellen der Schweiz",welches er im Jahre 1838, nahe den Siebenzigen,vollendete. Hier ist Gluth und Fülle und Frischedes Mannes von 24 Jahren, vermahlt mit derReife und Gediegenheit des höhern Alters. Hierfinden wir die classischen Stellen der Schweiz wahr-haft classisch behandelt, und die meisterhaften Stahlsti-che werden, der Herrlichkeit des Textes gegenüber, zurNebensache. Hier ist ein Schatz so reicher undmannigfaltiger Art aufgethan, daß der Menschen-freund, der Natur- und Wahrheitsforscher, der Hi-storiker und Geograph wie der Wanderer, der dasWunderland der Schweiz besucht hat, oder besuchenwill, mit gleichvoller Befriedigung schöpfen können.Legen denn auch wir einige Perlen aus diesem Schatzein unserer Sammlung nieder.
218.
Wer sich inner den engen, beklemmenden ir-dischen Schranken dem Glücke des Nächsten, desNiedrigsten, des Erhöhtesten weiht, aber, über dieSchranken hinaus, in Gott, mit Gott, dem Ver-gänglichen fern, lebt, der übt, unter Schmerzen undSeligkeiten der Welt, ächte Weltentsagung, — nichtEntsagung ihrer Freuden, sondern ihres blendendenScheinwerthes.
219.
Die beste Lehrerin und Erzieherin der Völkerist zuletzt immer die Noth. Ohne sie würde der